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Saturday, 2012-02-11

US-Stadt wird komplett drahtlos

Die Quantentheorie ist längst bewiesen und kein Mensch zweifelt mehr
daran. Dass sie funktioniert, zeigt zB deine Mikrowelle.
Meine Mikrowelle arbeitet mit Erkenntnissen aus der Quantenphysik?
Ich glaube, es wird eher umgekehrt ein Schuh draus: die Erfindung des
Mikrowellenofens hat meines Wissens kein bisschen mit Quantenphysik
zu tun, aber die Existenz der quantenphysikalischen Gesetze spricht
nicht dagegen, dass ein Mikrowellenofen existiert und funktioniert.
Die arbeitet übrigens im 2,4GHz-Bereich (genauso wie 802.11g? Wars g?), wie
ich letztens in c't las. Kannst ja mal die Hand reinstecken und gucken
was passiert.
Wie hier schonmal gesagt wurde: es kommt da auch ein wenig auf die
Leistung an. Eine Mikrowelle mit max. 100mW EIRP (das ist der
Grenzwert fuer ein WLAN) waere reichlich witzlos, weil die
eingestellten Speisen eher vergammelt als aufgewaermt waeren. Die
Leistung handelsueblicher Mikrowellenoefen liegt um einige
Groessenordnungen ueber der eines WLANs, naemlich bei bis zu 1000W
(ich muss allerdings zugeben, dass ich nicht genau weiss, ob es sich
dabei um EIRP-Leistungsangaben oder um die tatsaechliche Leistung
handelt).
Und nein, 2455 MHz (die Frequenz, auf der Mikrowellenoefen
normalerweise arbeiten) ist mitnichten eine Resonanzfrequenz fuer
Wasser, wie gerne behauptet wird. Vielmehr gab es eher "politische"
Gruende fuer die Wahl dieser Frequenz. Einerseits ist der 2.4 GHz
ISM-Bereich weltweit fuer ISM-Anwendungen freigegeben und somit die
Wahrscheinlichkeit, kommerzielle Funkanwendungen zu stoeren
verschwindend gering. Zum anderen sind die Eigenschaften von
EM-Feldern bei dieser Frequenz aufgrund ihrer "Eindringtiefe in das
zu erwaermende Gut" ausreichend gut geeignet fuer solche Anwendungen.